Hohe Freiheitsstrafen für organisierten Handel mit Betäubungsmitteln

Drogenring zerschlagen! Gelsenkirchener Polizei stellte mehr als drei Kilogramm Heroin sicher.

Bereits seit Juli 2015 ermittelte eine Sonderkommission des Gelsenkirchener Kommissariats zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität gemeinsam mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen gegen mehrere Drogendealer. Am 23.10.2015 schlugen die Fahnder nach einer Drogenübergabe zu und stellten dabei insgesamt mehr als 2,5 Kilogramm Heroin sicher.

Im Rahmen der verdeckt geführten Ermittlungen kristallisierten sich als Haupttäter zunächst ein 43-jähriger Hertener und ein Pärchen (50 und 53 Jahre) aus Gelsenkirchen heraus.

Diese drei Tatverdächtigen waren den Ermittlungsbehörden nicht unbekannt und standen im Verdacht, schwunghaft mit Heroin zu handeln. Die harten Drogen, so das Ergebnis der kriminalpolizeilichen Ermittlungen, wurden überwiegend aus den Niederlanden nach Deutschland eingeschmuggelt. Das Rauschgift wurde im Auftrag der Haupttäter anschließend massenhaft in kleinen Portionen durch drei weitere Tatverdächtige aus Gelsenkirchen, eine 49-jährige Frau und ihren 44-jährigen Lebensgefährten sowie einen 34-Jährigen, an Drogenabhängige weiterverkauft.

Außerdem ergaben die Ermittlungen, dass der 43-jährige Hertener offensichtlich gute „Geschäftsbeziehungen“ zu einem Großdealer in Holland unterhielt. Für diesen vermittelte der 43-Jährige mehrere Kurierfahrer, die nach bisherigen Erkenntnissen größere Mengen harter Drogen in eigens dafür präparierten Pkws in Rotterdam übernahmen und mit diesen nach Spanien fuhren. Für diese Fahrten erhielten die Kuriere jeweils Provisionen in Höhe von mehreren Tausend Euro.

In internationaler Zusammenarbeit zwischen den deutschen, holländischen und französischen Strafverfolgungsbehörden konnte ein solcher Transport am 11.10.2015 von der Polizei in der Nähe von Paris gestoppt werden. Im Fahrzeug saßen eine 57-jährige Gelsenkirchenerin und ihre 55-jährige Schwester. Im präparierten Auto fanden die Polizisten mehr als sechs Kilogramm Kokain (Verkaufswert ca. 300.000EUR). Die beiden Frauen befinden sich seit ihrer Festnahme in französischer Untersuchungshaft.

Die Festnahme des 43-jährigen Haupttäters erfolgte bereits zwei Tage später am 13.10.2015 in Gelsenkirchen wegen mehrerer Gewalttaten zum Nachteil seiner Lebensgefährtin. Der zuständige Amtsrichter erließ gegen den 43-Jährigen Untersuchungshaftbefehl.

Mittlerweile besteht auch ein zweiter Haftbefehl wegen Drogenhandels gegen den Hertener. Obwohl der 43-Jährige mittlerweile in U-Haft saß, wurde der Drogenhandel von dem Pärchen dennoch weiterbetrieben. Da nun der Kontakt nach Holland unterbrochen war, beschaffte sich das Paar die harten Drogen aus anderen Quellen im Ruhrgebiet.

Am Mittag des 23.10.2015 war die Polizei mit Spezialeinheiten rechtzeitig zur Stelle, als das Pärchen sich den „Stoff“ in Essen besorgte. Bei dem 50-Jährigen Lebensgefährten wurden nach der Festnahme 110 Gramm Heroin sichergestellt. Unmittelbar im Anschluss an die Festnahme erfolgten gleichzeitig umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen mit Rauschgiftspürhunden in Gelsenkirchen, Datteln-Ahsen, Geldern und Bochum. In der Wohnung der 49-Jährigen Weiterverkäuferin in Gelsenkirchen fanden die Polizisten ca. 440 Gramm Heroin.

In der Wohnung ihres nicht eingeweihten Sohnes hatte sie zudem mehr als zwei Kilogramm Heroin in einer Kühlbox versteckt, welches die Ermittler ebenfalls sicherstellten. Das Pärchen und die 49-Jährige wurden noch am gleichen Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Haftrichter in Essen vorgeführt, der für alle drei Untersuchungshaftbefehle erließ.

Im Rahmen der weitergeführten Ermittlungen erfolgten noch mehrere Durchsuchungen und zunächst die Festnahme von zwei weiteren Tatverdächtigen aus Gelsenkirchen (35 und 44 Jahre), gegen die ebenfalls ein Haftbefehl erlassen wurde.

Bei der letzten Durchsuchungsaktion am 28.01.2016 wurden vom Drogenhund „Moses“ im Kofferraum des Pkw eines weiteren 45-jährigen Tatverdächtigen 450 Gramm Heroin aufgespürt. Auch dieser Tatverdächtige befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Urteile:

Vergangene Woche verurteilte das Landgericht Essen den 44- jährigen Haupttäter aus Herten zu einer Haftstrafe von 7 ½ Jahren.

Im Vorfeld waren bereits acht weitere Angeklagte zu Haftstrafen zwischen einem Jahr und fünf Jahren verurteilt worden.

Die Verfahren aus diesem Ermittlungskomplex sind aber noch nicht abgeschlossen.

Neben weiteren Mittätern wartet auch die 80- jährige Mutter des Haupttäters auf den Abschluss des Verfahrens.

 

Quelle: (ots) Polizei Gelsenkirchen

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