So bitte nicht! Kleinwagen nur als Leichtkraftfahrzeug versichert.

Unfall bringt mehrere Verstöße ans Licht

Am Sonntag, 26.3.2017 gegen 17:30 befuhr ein 22jähriger Mann mit einem als Leichtkraftfahrzeug zugelassenem Fahrzeug die Alstadener Straße in Richtung Obermeidericher Straße. Im Einmündungsbereich der Kreuzung kam es Kollision mit einem aus Duisburg kommenden Renault. Verletzt wurde niemand, es entstand ein Sachschaden von über 1500 Euro.

 


Was ist überhaupt ein Leichtkraftfahrzeug? 
Diese Fahrzeuge sind auch bekannt unter den Begriffen Leichtmobil und Kleinfahrzeug sowie Mopedauto. Bei einem Leichtkraftfahrzeug handelt es sich um ein Fahrzeug, mit einer Leermasse bis maximal 350 kg, einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und einer Motorleistung von 4 KW (demnächst sogar 6 KW) . Benötigt wird dazu nur ein Führerschein der Klasse AM (ab 16 Jahre) . Eine Zulassung ist nicht notwendig, die Fahrzeuge sind von der Steuer befreit,  ein Versicherungskennzeichen reicht zum Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr aus. Fährt das Fahrzeug nur 25 km/h reicht sogar eine Mofaprüfbescheinigung  zum Führen des Wagens. Wer vor dem 1.April 1965 geboren wurde benötigt sogar nur einen Personalausweis. Wer eine gültige Fahrerlaubnis besitzt, benötigt ebenfalls keine Prüfbescheinigung. Leichtkraftfahrzeuge müssen zudem nicht zur regelmäßigen Hauptuntersuchung vorgeführt werden.

 

 

Bei näherer Betrachtung des am Unfall beteiligten Fahrzeugs des 22-Jährigen  stellte sich allerdings heraus, dass es sich um einen Kleinwagen handelt, der nicht die Voraussetzung eines Leichtmobils erfüllt.

Kleinwagen können zwar durch Umbaumaßnahmen in der Geschwindigkeit auf 25 km/h gedrosselt werden, da sie aber schwerer als 350 kg sind, sind sie zu einer Untersuchung der Verkehrssicherheit verpflichtet. Zudem sind für diese Fahrzeuge zwingend der Führerschein der Klasse 3 bzw B vorgeschrieben und die Fahrzeuge müssen eine gesetzliche Kraftfahrzeug-Haftpflicht Versicherung haben und unterliegen der Kfz-Steuerpflicht.  Mehr dazu hier auf dieser Seite.

Allein in diesem Jahr sind bereits drei Fälle in Oberhausen bekannt geworden (Suzuki Alto, Fiat Cinquecento, Seat Marbella).

Da für die Fahrzeuge keine Kraftfahrzeugsteuern bezahlt wurden, sie nicht ordnungsgemäß zugelassen und versichert waren, wurden entsprechende Anzeigen wegen Betrugs zum Nachteil einer Versicherung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Steuervergehen gegen Fahrer und Halter erstattet.

Wieso auf einmal so häufig? War es nur Unkenntnis oder woran lag es?  Wir bleiben dran.

 

Legal Autofahren bis 45 km/h ab 16 Jahren mit dem Führerschein AM

© Ligier Group GmbH
© Ligier Group GmbH

 

Informationen zu echten Leichtkraftfahrzeugen finden Sie hier 

 

 

Unter Verwendung einer ots-Pressemeldung des Polizeipräsidium Oberhausen

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