Verkehrsunfall – Schaulustige behindern Unfallaufnahme – Beamte vor Ort massiv bedroht

Dortmund, Steinstraße / Burgtor Verkehrsunfall – Schaulustige behindern Unfallaufnahme – Beamte vor Ort massiv bedroht

Aus bisher ungeklärter Ursache prallten am Freitagabend, 15. Juli 2016, gegen 18.55 Uhr, in Dortmund auf der Steinstraße / Burgtor zwei Autos aufeinander, wobei sich einer der Wagen anschließend überschlug.Ersten Zeugenaussagen zur Folge, fuhr die Fahrerin eines Peugeot, eine 45-Jährige aus Dortmund, auf dem rechten Fahrstreifen (in westliche Richtung) bei Grünlicht in den Kreuzungsbereich ein. Aus südlicher Richtung fuhr dann die Fahrerin eines Mazda, eine 20-Jährige aus Nordkirchen, in den Kreuzungsbereich hinein. Nach Angaben von Augenzeugen mit hoher Geschwindigkeit. Dabei prallte der Mazda frontal gegen die linke Seite des Peugeot. Die Wucht des Aufpralls schleuderte diesen zunächst gegen eine Straßenlaterne. Von hier aus prallte dieser erneut gegen den Mazda und überschlug sich anschließend. Der Pkw der 45-Jährigen kam letztlich auf dem Dach liegend zum Stillstand.

Die beiden Fahrzeugführerinnen kamen mit Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf circa 20.000 Euro.

Unschöne Szenen ereigneten sich am Rande der Unfallaufnahme. Um die Unfallstelle herum „rotteten“ sich mehrere hundert Schaulustige zusammen. Aus dieser Menschenmenge heraus versuchten zahlreiche Personen immer wieder an den an der polizeilichen Absperrung eingesetzten Beamten vorbei auf die Straße zu treten. Offenkundig wollte man möglichst nahe an die Rettungsmaßnahmen herankommen, um ungestört mit dem Mobiltelefon Filmaufnahmen machen zu können.

Hierbei entwickelten sich immer wieder gefährliche Situationen, da einzelne von der Steinstraße auf die Leopoldstraße abbiegenden Fahrzeugführer ebenfalls die Rettungsarbeiten „begaffen“ wollten und nicht auf den Straßenverkehr (die „fußläufigen Gaffer“) achteten.

Wiederholt ausgesprochene Platzverweise wurden nicht nur ignoriert, sondern es wurde vereinzelt sogar versucht die Beamten vor Ort mit Drohungen einzuschüchtern („Ich weiß ja wo du arbeitest. Gleich ohne deine Waffe und deine Kollegen sehen wir uns wieder, dann passiert was.“)

Beim Zurückdrängen eines Teils der „Rädelsführer“, kam es immer wieder zu Solidarisierungseffekten aus der Menge, offenkundig um die polizeilichen Maßnahmen zu vereiteln. Eine deutliche und wiederholte Ansprache durch die Einsatzkräfte blieb ohne Erfolg. Bei fast allen Anwesenden war keinerlei Einsicht erkennbar.

Als die Menge sich weiter zusammenrottete und die Situation für die unfallaufnehmenden Beamten bedrohlicher wurde, musste schließlich ein Diensthund (mit Beißkorb) eingesetzt werden. Dieser trug erheblich zur Beruhigung der Situation bei. Einige wenige Unbelehrbare provozierten weiterhin auch den Diensthund, der Diensthundeführer musste bis zum Abschluss der Rettungs,- und Bergungsmaßnahmen vor Ort bleiben.

Die Polizeibeamten hörten sich bis zum Ende der Unfallaufnahme aus der Menge heraus massiv Beleidigungen und Drohungen an.

Ein 19-jähriger aus Dortmund konnte als Tatverdächtiger identifiziert werden.

Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Bedrohung und des Widerstandes erstattet.

Quelle: (ots) Polizei Dortmund

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