04.10. – Die Werksbahn des Schalker Vereins und ihre Lokomotiven

Schalker Verein in den 1960er Jahren: Neue Diesellok mit Roheisenpfanne, Foto: Sammlung Tempel
Schalker Verein in den 1960er Jahren: Neue Diesellok mit Roheisenpfanne, Foto: Sammlung Tempel

Lichtbildervortrag von Norbert Tempel im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

 

Zu dem Lichtbildvortrag „Die Werksbahn des Schalker Vereins und ihre Lokomotiven“ von Norbert Tempel lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag (4.10.) um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Zollern nach Dortmund ein.

 

Der Schalker Verein – kurz: SV – gehört zu den legendären Stätten der Montanindustrie im Revier. Von 1875 bis 1982 wurde hier Roheisen produziert und in eigenen Gießereien verarbeitet. Zu den weit über Deutschland hinaus bekannten Produkten gehörten die Schalker Gussrohre mit Durchmessern bis zu 1500 Millimetern. Nach Einführung des Schleudergussverfahrens in den 1920 er Jahren avancierte der SV zur ersten und größten Zentrifugal-Gießerei Deutschlands.

 

Das Werk lag mit seiner Hochofenreihe östlich des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs direkt an der Köln-Mindener Bahn Richtung Wanne-Eickel, gegenüber auf der südlichen Seite reihte sich die Kokerei Alma. Von den durchfahrenden Zügen konnten Reisende eine montanindustrielle Kulisse par excellence erleben. Das nächtliche Schauspiel von Hochofenabstichen und Koksdrücken beeindruckte und prägte die Wahrnehmung vom Ruhrgebiet. Nicht umsonst nannte sich Gelsenkirchen lange Zeit durchaus mit Stolz „Stadt der 1000 Feuer“.

Ein großes Werksbahnnetz bewältigte den Materialfluss. 1914 entstand eine Verbindungsbahn zum Grimberghafen am Rhein-Herne-Kanal, über den preiswert Erz herangeschafft und Gussrohre exportiert werden konnten.

 

Der Vortrag stellt insbesondere den ungeheuer vielfältigen Lokomotivpark vor, u.a. mit ehemaligen Staats- und Privatbahnmaschinen und belgischen Vierkupplern aus dem Zweiten Weltkrieg. Bis in die 1960er Jahre diente eine 700 mm-Schmalspurbahn vor allem dem Rohr-Transport zwischen der Gießerei und den großflächigen Lagerplätzen.

 

Der Eintritt ist frei. Das Museumsgelände ist bereits ab 18:00 h frei zugänglich, die Museumsgaststätte „Pferdestall“ ist geöffnet.

 

Adresse und Kontakt:

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Grubenweg 5 I 44388 Dortmund

Telefon: 0231 6961-111

www.lwl-industriemuseum.de

 

 

 

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